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Siegertypen verlieren nicht. Aus irgendeinem Grund gehöre ich aber nicht dazu? Ich weiß inzwischen, wie ich diese Typen stoppen kann. Eine Geschichte über das Verlieren und Gewinnen mit Tipps aus der Falle:

Siegertypen verlieren nicht! – Es begann im Kinderalter

Was ist bei mir schief gelaufen? Bin ich kein Siegertyp? War es im Rückblick vielleicht sogar gut so?

Bestimmte Grundlagen werden in der Sozialisationsphase von den Eltern mit der Erziehung gelegt, und dabei ist wohl etwas an mir vorbeigegangen. Als Einzelkind war ich übrigens nur kurz im Kindergarten, wahrscheinlich gefiel mir die Kindergärtnerin nicht, oder ich sollte vielleicht in einen ganzen Apfel beißen. Ich war aber geschälte Apfelspalten gewöhnt.

Kämpfen und Durchsetzen zählt nicht zu meinen herausragenden Kompetenzen. Leider musste ich mit 6 Jahren meine Komfortsituation zu Hause verlassen, ich wurde eingeschult. Im Klassenraum saß ich in der Mitte und mir wurde von der lieben Lehrerin zum Ende des ersten Schuljahres attestiert, ich hätte einen „guten Anfang“ gemacht.

In den sogenannten „Turnstunden“ und den dort stattfindenden „Ballspielen“ war ich natürlich nicht in der ersten Reihe. Das Kampfspiel spaltete in zwei Gruppen. Ich konnte gut und distanziert beobachten, wie sich Spielgruppen bildeten, gesteuert von potenziellen Siegern, die gewinnen wollten.

Das Berufsleben

Resümee: Es ist schon überraschend, wie sich das Kämpfen im Berufsleben wiederholt! Meist blieb ich in der kleinen „Restschülergruppe“. Irgendwie stärkte dies nicht mein Selbstbewusstsein.

Zitat: „Wenn wir den nehmen, müsst ihr aber den anderen nehmen!“

Zuerst fand ich die Methode in der zweiten Reihe zu stehen nicht ganz schlecht, entsprach sie doch dem mir von meinem Vater vermitteltem Lebensmotto. Nicht nach vorne drängen, schön zurückhalten und nicht auffallen! Sein wichtigster Spruch:

„Hinten wird man nicht getroffen!“

In der dann folgenden Lehrzeit, heute Ausbildungszeit, schwamm ich wieder so in der Mitte. In meiner Lerngruppe gab es fast nur Siegertypen.

Montags verging der Vormittag mit Geschichtenerzählen vom Wochenende. Ungemein wichtig: Bierkonsum, Partylänge und wieviel Mädchen sich im Gefährdungs-bereich der männlichen Extremitäten befunden hatten. Kenner wissen, wovon die anderen geredet haben und wovon ich nun schreibe.

Beliebt war auch das Angeben mit dem Geschwindigkeitsrausch auf dem Moped. Ich war von diesen Kämpfern und Siegern so beeindruckt, dass ich mir ein bisschen wünschte auch mal so zu werden.

So mit 18 wurden die Siegermöglichkeiten auch noch erweitert. Beeindruckende Autos wurden gekauft und tolle Zusatzausstattungen erzeugten neben einer irren Individualität (Nebelscheinwerfer und Beifahrerspiegel), auch eine tolle Aufreißkompetenz in der Mädel-Welt!

Ohne Auto als rollender Kontakthof, konnten aber bestimmte männliche Kompetenzen nicht erlernt werden. Eigene Zimmer hatten die wenigstens. Und wieder waren die Siegertypen zuerst am Drücker. Die andere mussten fragen: „Wo steht denn dein Wagen? Kann ich mal ne Stunde?“

Ich glaube viele „Sieger“ waren, und sind heute noch permanent im Märchenland, und auf dem fliegenden Teppich.

Im „Jungmannalter“ und während der „Balzzeit“, wurden die „Jagdergebnisse“ wie Trophäen präsentiert. Inzwischen hatten sich auch die früheren Wochenend-Partys in „Feten“ verwandelt. „Mann“ war zwar älter, aber nicht reifer. Meine berufliche Position, mein Haus, mein Garten, mein Auto, meine Urlaubsziele, wurden wieder von den gleichen Siegertypen präferiert.

Hier hat sich auch etwas auf die Sammlermentalität verschoben, meine Uhrensammlung, meine Fotoapparate, mein Weinkeller, meine Urlaubsziele.

Zitat: „Wie, ihr wart da noch nicht“? „Ihr müsst unbedingt zu diesem Italiener!“

Siegertypen im Berufsleben

Auch im Berufsleben tauchten die Siegertypen wieder auf, die mit Ellenbogen, eleganter Kommunikation und beeindruckendem Auftreten, gute Positionen ergatterten.

Frag doch mal einen Siegertypen, und inzwischen Manager, ob man sich in 2 Tagen im In-Café zu einem Capu treffen kann. Der schaut erstmal in sein Apple iPhone, checkt alle Kalender und sucht ein „Zeitfenster“! Viele meinen, ihre wichtigen „Aktivitäten“ würde zur herausragenden  „Attraktivität“ beitragen. Sie denken, dass derjenige ein tolles Image hat, der als letzter das Licht ausschaltet, oder Mails noch um 22:30 Uhr sendet.

Eines muss ich zur Erläuterung noch einfügen: Mein Kosename innerhalb der Familie, zeigt neben meinem starken Willen und meiner Durchsetzungsfähigkeit auch schon die zukünftige Entwicklungsrichtung! Alle nannten mich „kleiner Mann“, oder je nach Situation auch, „unser Prinzchen!“Ich glaube, dies war der Kardinalfehler in der Familie und hat meine Konditionierung stark beeinflusst. „Die Position eines Vorstandsvorsitzenden habe ich wohl deshalb noch nicht erreicht“.

Meine persönliche Präferenz

Ich persönlich habe Zeit für wichtige Begegnungen mit lieben Menschen. Mein Antrieb zu „Siegen“ ist immer noch gering, aber meine Leistungsbereitschaft und Performance ist hervorragend!
Ich muss nicht gewinnen, möchte meistens kein Sieger sein, nur beim abendlichen Gerangel um die Fernbedienung bin ich manchmal sehr kämpferisch.

Was ich nicht vertragen kann

Wenn ein sogenannter „Siegertyp“, mit hohlen Worten und Langatmigkeit sich selbst überzogen gut darstellt, und andere schlecht aussehen lässt! Inzwischen weiß ich, wie diese Typen behandelt und elegant gestoppt werden können. Es gibt argumentativ einige Möglichkeiten ohne selbst in Kampfposition zu gehen.

Erkennen: Nonverbale Kommunikation

Erkennen Sie die versteckten nonverbalen Kommunikations-Signale, mit denen der Mitarbeiter seine emotionale Unzufriedenheit zeigt? Als Business Coach und Managementtrainer kann ich Sie unterstützen, störende Aktionen der Siegertypen zu blockieren.

Bitte rufen Sie mich an: 0177 8473062

Workshops: Selbständiger Management Trainer Herbert Scheuven - Trainer Nonverbale Kommunikation

Herbert Scheuven

Foto vom Schachspiel: pixabay.com – Urheber: klimkin
© Herbert Scheuven – Business Coach und Management Trainer – Siegertypen verlieren nicht!