0177 8473062 info@scheuven.de

Mitarbeiterbindung in Veränderungsprozessen

Die Auswirkungen von Changeprozessen auf bisher loyale Mitarbeiter

Immer wenn Veränderungen im Unternehmen anstehen, ist eine Mitarbeiterbindung wichtig. Geplante Veränderungen im Unternehmen führen häufig zu einer einseitigen Konzentration des Unternehmens nur auf die Konzeption und Implementierung von Veränderungsprozessen. Erfahrungen aus Changeprozessen zeigen nun aber, dass dieser Blickwinkel des Managements und die planende oder operative Zusatzbelastung zum Tagesgeschäft dazu führen, dass Signale und sensible Reaktionen von vermeintlich Nicht-Betroffenen Mitarbeitern nicht erwartet und somit auch nicht beachtet werden.

Wir sind „Betroffen“ obwohl wir nicht Betroffen sind!

Nach Start der Change-Informations-Phase wird über mögliche Auswirkungen und Veränderungen im Mitarbeiter Team intensiv spekuliert. Negative Missdeutungen der Veränderungsauswirkungen auf den eigenen Arbeitsbereich werden meist ein rapides Sinken der Arbeitszufriedenheit im Mitarbeiter Team nach sich ziehen. Unsicherheit, Nichteinbezug, Unklarheit und das erschrockene Erkennen, dass auch Leistungsträger unter Veränderungen leiden können, führt zu einer drastischen Reduzierung der inneren Mitarbeiterbindung an das Unternehmen.

Die Gefahr des Vertrauensverlustes und der Entfremdung

Mit Veränderungen einher geht oft auch ein Vertrauensverlust zum Unternehmens-Management. Veränderungen mit Verlustgefühlen oder empfundenen Bedrohungen, erzeugen tiefe Unsicherheit und das Gefühl einer Nicht-Wertschätzung der eigenen Person. Es besteht die Gefahr, dass die bisher loyalsten Mitarbeiter sich dem Unternehmen entfremden. Diese Mitarbeiter verwenden einen Teil ihrer Energie zum Umbau eines Beziehungsgefüges und Netzwerkes. Damit werden auch Fluktuationstendenzen verstärkt.

Mitarbeiter werden bei Veränderungen leichte Beute von Headhuntern

Bisher wenig beachtete Konsequenz für ein Unternehmen und Mitarbeiter in Veränderungsprozessen

80% der Mitarbeiter werden von Veränderungsprozessen meist nicht direkt betroffen, denn Arbeitsprozesse, Produktionsprozesse, Aufgaben und direkte Vorgesetzte werden nicht für alle verändert.
Viele Mitarbeiter und Mitarbeiter Teams fühlen sich aber trotzdem betroffen, reagieren zuerst hilflos und fühlen sich ausgeliefert. Bisher kalkulierbare Lebens- und Berufsplanungen werden erschüttert und traditionelle Selbstverständlichkeiten werden durch Unternehmensreaktionen in Frage gestellt.

Loyalität plus hoher Arbeitseinsatz beim Mitarbeiter, gleich langfristige Beschäftigungssicherheit, verlieren ihre Gültigkeit!

Permanenter Veränderungsdruck führt zum Stabilitätsverlust beim Mitarbeiter und zerstört diese unausgesprochene Übereinkunft.

Sensible, hoch wert schöpfende Unternehmen mit ihren Betriebsanweisungen, QM- Regelwerken und präzisen Arbeitsprozessen sind auf stabile Mitarbeiterverhaltenweisen wie Loyalität, unternehmerisches Denken und Handeln sowie Improvisationsvermögen angewiesen!

Die Mitarbeiter, und die Mitarbeiter Teams benötigten Sicherheit, Heimatgefühl, kalkulierbare Lebensplanung und klare Rahmenbedingung für die Tätigkeiten, gesetzt und unterstützt durch zukunftsorientierte wertschätzende Führungspersönlichkeiten. Das Unternehmen benötigt einsatzbereite und unterstützungsbereite Mitarbeiter, die mit qualitativen Arbeitsprozessen und Organisationsprozessen zum Erfolg des Kunden und der geplanten Wertschöpfung des Bereiches beitragen. Erkennen und Mitarbeiterbindung sind die Zauberwörter!

Das Unternehmen benötigt also Mitarbeiter, die mit ihrem Charakter und ihren Kompetenzen Wertvernichtung identifizieren und optimale Wertschöpfung ermöglichen! Was geschieht, wenn formalistische, ausschließlich rückblickende, Fakten sammelnde Vorgesetzte, also „Nicht-Führungskräfte“, die sensiblen Veränderungen von Betriebsklima und Mitarbeiter Verhaltensweisen nicht erkennen?

Unternehmen in Veränderungsprozessen benötigen demnach Führungskräfte, die Sozialkompetenzen als notwendige Fachkompetenz erkennen, und die „Führen“ nicht als Eingriff in die Arbeitsabläufe, sondern als Gestalten der Rahmenbedingungen und Wertschätzung der Mitarbeiterleistung verstehen.

Fazit Mitarbeiterbindung in Veränderungsprozessen

Unternehmen in Veränderungsprozessen benötigen Führungspersönlichkeiten, die Sozialkompetenzen als notwendige Führungs-Fachkompetenzen erkennen. Sie benötigen Menschen, die „Führen“ nicht als Eingriff  in die Arbeitsabläufe, sondern als Gestalten der Rahmenbedingungen und Wertschätzung der Mitarbeiterleistung verstehen.


Workshops: Selbständiger Management Trainer Herbert ScheuvenBitte rufen Sie mich an. Telefonnummer von Herbert Scheuven: 0177 8473062